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Rafz; das liebens- und lebenswerte Zentrum



Aussicht vom Gnal
Aussicht vom Gnal
Während Jahrhunderten stand der Rebbau und die Landwirtschaft im Mittelpunkt des Rafzerfeldes. Dank der guten verkehrsmässigen Erschliessung (S-Bahn, Schnellstrasse Schaffhausen-Bülach-Zürich), der Nähe zum Flughafen (ohne Fluglärm), zur deutschen Grenze und dem landschaftlichen Reiz erfolgte ein reger Zuzug in die Gemeinden des Rafzerfeldes und in besonderem Masse nach Rafz. Bestehende Unternehmen weiteten sich aus und neue Branchen siedelten sich in den letzten Jahren an. Rafz stellt mit seinem starken Gewerbe und seinen vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten das Zentrum dieses nördlichsten Zipfels des Kantons Zürich dar. Rund 850 Arbeitsplätze werden in der Gemeinde angeboten.

Dank dem starken Bauboom, der die Gemeinde ab ca. 1990 erfasst hatte, stieg die Bevölkerungszahl innert 15 Jahren um rund ein Drittel an. Alle notwendigen Güter des täglichen Bedarf werden im Dorf angeboten, die medizinische Versorgung ist mit 2 Ärzten, einem Zahnarzt sowie einer Drogerie gewährleistet und eine fortschrittliche, lebendige Schule mit allen drei Stufen bietet Gewähr für eine ausgezeichnete Basisbildung. 41 Vereine prägen das kulturelle Leben und sorgen für viele Möglichkeiten, sich aktiv am Gemeindeleben zu betätigen. Die intakte Landschaft aber auch die gute Infrastruktur bieten überdies eine breite Palette von sportlichen Aktivitäten und ein aktives Gastgewerbe bürgt für Qualität aus Küche und Keller. Alle drei Jahre findet die bekannte Herbstmäss unter grosser Beteiligung des örtlichen Gewerbes, aller Vereine und weiten Teilen der Bevölkerung statt. Rafz; tatsächlich ein liebens- und lebenswertes Zentrum!
 

Geschichtlicher Abriss über Rafz



Die erste urkundliche Erwähnung von Rafz stammt aus einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 870, ausgestellt von König Ludwig dem Deutschen, einem Enkel Karls des Grossen. Um "für sein eigenes Seelenheil und das seiner Vorfahren" etwas zu tun, übertrug er den Besitz des Odilloz zu Rafz dem Kloster Rheinau. Die Siedlung Rafz erlebte aber bald wieder andere Besitzverhältnisse durch verschiedene Tausch- und Abtretungsgeschäfte. Über Umwege wurde die Niedere Gerichtsbarkeit im Jahr 1496 an die Stadt Zürich verkauft. Von nun an war der Zürcher Landvogt zu Eglisau für die Bewohner des Rafzerfeldes zuständig. Die hohe Gerichtsbarkeit verblieb den deutschen Grafen von Sulz. Die drei roten Spitzen im unteren Teil des Rafzer Wappens symbolisieren ihren Schild. Diese Herren führten ein bewegtes und aufwändiges Leben. Auch drückten die Nachwehen des Dreissigjährigen Krieges schwer auf das sulzische Haus. Man sah sich gezwungen, im Jahr 1651 die Hohe Gerichtsbarkeit ebenfalls an die Stadt Zürich zu verkaufen. Seither gehört das Rafzerfeld zum Stande Zürich und zur Eidgenossenschaft.


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