8. Mai 2026
Am 15. Juni kommt die Einzelinitiative «Kostenbeteiligung Investition Neubau Sportanlage FC Rafzerfeld» an die Gemeindeversammlung. Bei einer Annahme müsste die Gemeinde Rafz einen Investitionsbeitrag von 1'643'000 Franken an den Neubau der Sportanlage des FC Rafzerfeld entrichten. In den Gemeinden Eglisau, Hüntwangen, Wasterkingen und Wil ZH wird Mitte Juni über gleichlautende Einzelinitiativen abgestimmt. Die Gemeinderäte aller Gemeinden lehnen die Einzelinitiativen ab, weil sie die Projektkosten als zu hoch erachten und wesentliche Fragen offen bleiben.

Im September 2025 reichten Personen aus dem Rafzerfeld in den Gemeinden Eglisau, Hüntwangen, Rafz, Wasterkingen und Wil ZH gleichlautende Einzelinitiativen ein. Bei einer Annahme der Einzelinitiativen müssten sich die Gemeinden im Verhältnis zur Einwohnerzahl finanziell am Neubau der Sportanlage des FC Rafzerfeld beteiligen. Der Anteil aller Gemeinden würde sich auf 4'693’000 Franken belaufen. Mit dem Ausbau des Standorts Hüntwangen möchte der FC Rafzerfeld den bestehenden Naturrasenplatz «Bahnhof» durch einen Kunstrasenplatz ersetzen sowie zwei kleinere Kunstrasen-Kleinspielfelder erstellen. Des Weiteren soll die Beleuchtung des Naturrasenplatzes «Eichen» erneuert sowie die Garderobenanlagen mit einem Neubau des Klubhauses erweitert werden. Die Gesamtprojektkosten betragen 6'313'000 Franken.

Die Gemeinderäte der fünf Gemeinden anerkennen, dass mit Kunstrasenplätzen und neuer Beleuchtung die Trainingsmöglichkeiten für die Wintermonate verbessert werden könnten. Zudem können sie das Bedürfnis verstehen, die Garderobenanlagen auszubauen, um dem Wachstum des Vereins, insbesondere auch im Frauenfussball, gerecht zu werden.

Insgesamt erachten die Gemeinderäte das Erweiterungsprojekt des FC Rafzerfeld und die geforderte Finanzierung durch die Gemeinden als nicht ausgewogen. Die von den Gemeinden geforderten Investitionsbeiträge sind mit fast 4,7 Mio. Franken sehr hoch und würden einen einzelnen Verein gegenüber anderen Vereinen stark bevorzugen. Vorschläge zur Verkleinerung und Etappierung des Projekts wurden vom FC Rafzerfeld im Vorfeld abgelehnt. Zudem ist die langfristige Finanzierung der Unterhaltskosten an der neuen Anlage unklar. Bei einer Ablehnung der Einzelinitiative in einzelnen Gemeinden wird der FC Rafzerfeld nach eigenen Aussagen die einzelnen Projektteile priorisieren und je nach finanziellen Möglichkeiten ausführen. Die zustimmenden Gemeinden müssen ihren Beitrag dennoch leisten, ohne zu wissen, ob ein Projekt zustande kommt, welches die Bedürfnisse des Vereins abdeckt. Aus diesen Gründen beantragen die Gemeinderäte eine Ablehnung der Einzelinitiativen.